Eine recht muntere Truppe hat sich dazu unter der Leitung von Kay Tofern zusammengefunden: Der Jüngste gerade einmal das Mindestalter erreicht, der Älteste könnte schon seit längerem bei den 75+ (!) mitspielen. Eine gesunde Mischung aus Ehrgeiz, Spiellaune und Gelassenheit bringen sie alle mit und wollen natürlich für ihre Mannschaft das Beste geben.
Im gemieteten Bus fuhr der größte Teil gemeinsam nach Haugschlag im Waldviertel, kurz vor der tschechischen Grenze. Mitten im Norgendwo eine sehr schöne 36 (!) Loch-Anlage mit Parkcourse-Charakter. Die Fairways hatten unter der Dürre und anschliessendem Starkregen etwas gelitten, die Grüns hingegen sensationel: absolut bissig, extrem treu und mit 11 auf dem Stimpmeter für Amateure eigentlich schon zu schnell.
Die Proberunde am Montag wäre wegen starkem Regen beinah ausgefallen, aber an den drei Wettkampftagen gab's immer trockenes, teils sogar sehr sonniges Wetter. Am ersten Tag wurde das Match gegen GC Mühlviertel geteilt, wobei die 2,5 Punkte durch die Einzel gewonnen wurden. Am zweiten Tag ging es gegen den absoluten Favoriten, das Team GC Lärchenhof, die zuvor in der dritten Division gespielt hatten, aber weil sie die Nennung verpasst hatten, wieder “ganz unten” starten mussten. Dieses Match war also eine echte Standortbestimmung und diese verlief wieder Erwarten sehr positiv: Auch diese Match wurde geteilt! (!). Diesmal holte der Vierer und Hubert Neuper einen vollen und Reinhard Zelger einen halben Punkt. Plötzlich war im dritten Match alles möglich: Aufstieg, Klassenerhalt und Abstieg. Der Kapitän, unser Kay, war in puncto Aufstellung nicht zu beneiden: Wie stellt man Vierer und Einzel so auf, dass man die größten Sieg-Chancen hat.
Am nächsten morgen ging es dann gegen Murtal “um die Wurscht” und ausgerechnet gegen das Team mit der mit Abstand schlechtesten Papierform kamen unsere Recken über 2 von 5 möglichen Punkten nicht hinaus und mussten den Murtalern anerkennend zum Sieg gratulieren.
Die Schultern hingen tief, die Gesichter zeigten die Enttäuschung, dass es nach dem Unentschieden gegen Lärchenhof nicht nocheinmal zu wenigestens einem halben Punkt gereicht hatte.
“Gut, dann müssen wir eben wieder in die Quali. Hilft nix”, so der Kapitän: “ Ich geb jetzt im Turnierbüro die Ergebnisse ab." Und eben dort erfuhr er: ”Gratuliere: Ehs seid's Dritter." “ Was, wie, wie kommt's”, fragte unser Käptain erstaunt. “Ihr habt mehr Punkte erspielt als Mühlviertel, im Stechen also Dritter”, so der ÖGV-Offizielle.
Da wurde natürlich am Abend nochmal ordentlich gefeiert, weil keine Qualifikation mehr zu spielen war und man ja das ausgegebene realistische Ziel des Klassenerhalts ja geschafft hatte.
Nach einer letzten Nacht in der tschechischen Pension wurde auf der Rückfahrt noch Zwischenstop am Drachenwand-Platz gemacht - man hatte ja schliesslich erst vier Tage ununterbrochen gegolft! Aber der Spaß musste einfach sein, war eine wohltuende Unterbrechung einer mehr als 5-stündigen Autofahrt.
Das gesamt Team hat sich ehrlich und herzlich bei seinem Kapitän Kay bedankt, der sich nicht nur um alles organisatorische in Sachen MMS gekümmert hatte, sondern immer den Wohlfühlfaktor für das Team im Auge hatte: Unterkunft, Essen, Rundenverpflegung, alles war da und gute Laune mit spaßigem “Rahmenprogramm” und die Zuversicht, dass wir das schon packen. Und am Ende behielt er ja recht. Hoffentlich die Geburtsstunde eines neuen erfolgreichen Teams unseres Clubs…
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